Neue Publikation: The geography of power and transition work
13. August 2026
Online
Charlotte Lobensteiner und Dr. Sebastian Losacker haben ihren neuen Artikel "The geography of power and transition work: insights from the bio-based construction sector in South Westfalia, Germany" im Journal Geoforum veröffentlicht.
Im Artikel untersuchen sie, wie multiskalare Machtverhältnisse zwischen verschiedenen Akteur:innen soziotechnische Transformationsprozesse beeinflussen und regionale Entwicklungspfade prägen. Dafür verbinden die Autor:innen das Konzept der transition work mit einem relationales Machtverständnis. Sie unterscheiden dabei drei Formen von Macht: power over, power with und power to. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, über welche Ressourcen, Strategien und Fähigkeiten verschiedene Akteure verfügen und wie diese ihre Möglichkeiten beeinflussen, Veränderungen voranzutreiben, zu gestalten oder zu verhindern.
Empirisch untersuchen die Autor:innen die Transformation hin zu biobasiertem Bauen in Südwestfalen, Deutschland. Sie verstehen diesen Wandel als ein regional transition field und betrachten dabei die verwendeten Baumaterialien, die beteiligten Schlüsselakteure sowie die (supra-)regionalen Rahmenbedingungen, die den Transformationsprozess beeinflussen. Die Untersuchung basiert auf einer qualitativen Analyse von Akteur:innen aus dem Bausektor.
Folgende zentrale Ergebnisse lassen sich ableiten:
Macht ist ein zentraler Bestandteil von Transformationsprozessen
Regionale Transformationsprozesse werden durch Machtverhältnisse auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen geprägt.
In den verschiedenen Formen von transition work - creating, maintaining & disrupting - werden unterschiedliche Machtdynamiken sichtbar.
Der Artikel ist Open Access verfügbar und kann hier gelesen werden: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0016718526002605#s0070




